Einstieg
Um eine effektive Brandschutzerziehung in der Grundschule durchf�hren zu können, sind Gespr�che zwischen der Feuerwehr, dem Schulrat oder dem Schulleiter/ der Schulleiterin unerl�sslich, in dem die konkreten Ziele ( �Ma?nahmen zum Brandschutz� � vgl. Lehrplan Sachunterricht) und ein m�gliches Konzept zur Umsetzung der BE/BA einschlie�lich der R?umungs�bung vorgestellt bzw. gemeinsam erstellt werden.
Gesetzliche Grundlagen
Es gilt der Erlass vom Kultusministerium
1.1
In allen öffentlichen und privaten Schulen und Erziehungseinrichtungen sollen zweimal im Jahr Alarmproben abgehalten werden. Die erste Alarmprobe sollte innerhalb von 8 Wochen nach Beginn eines Schuljahres und nach einem Unterricht über das Verhalten bei Alarm; spätere Alarmproben sollen ohne vorherige Ansage erfolgen.
1.2
Die Vertreter der örtlichen Feuerwehren sind mindestens einmal zu einer Alarmprobe einzuladen. Im Rahmen der Alarmproben sollen nach Möglichkeit mit den Sch�lern auch allgemeine Ma?nahmen zur Verh�tung von Bränden und Verhaltensweisen bei Ausbruch eines Brandes außerhalb des Schulgeb�udes behandelt werden.
2.
Die Arbeitsst�ttenverordnung � 4 schreibt vor, dass R?umungs?bungen für Mitarbeiter und Personen, die sich regelm??ig im Geb�ude aufhalten, durchgef?hrt werden m�ssen.
3.
� 8 FSHG - Brandschutzerziehung, Brandschutzaufklärung, Selbsthilfe
Die Gemeinden sollen ihre Einwohner über die Verh�tung von Bränden, den sachgerechten Umgang mit Feuer, das Verhalten bei Bränden und über die Möglichkeiten der Selbsthilfe aufkl�ren.
Konzept
Ein einheitliches Konzept in Bezug auf die Inhalte und Umsetzung ist in der Brandschutzerziehung unerl�sslich. Nur so ist gewährleistet, dass in jeder Grundschule die Inhalte der Brandschutzerziehung gleich vermittelt werden.
Das Feuerideenmobil, das allen Grund- und Sonderschulen in Westfalen zur Verfügung steht, erleichtert die Brandschutzerziehung. Die f�cherübergreifenden Unterrichtseinheiten erleichtern und unterstützen die Arbeit der Pädagogen.
Ob die BE/BA in einer Projektwoche, an einem Projekttag, im Nachmittagsunterricht, im Sachunterricht u. a. durchgef?hrt wird, ist in den ersten Gespr�chen zu kl�ren. Ebenso ist auch zu kl�ren, in welchen Abständen die BE/BA wiederholt wird / werden kann.
Aufgaben eines Brandschutzerziehers / einer Brandschutzerzieherin
Die Rollen in der Brandschutzerziehung sind zu definieren, wobei der Brandschutzerzieher/ die Brandschutzerzieherin eine begleitende Rolle spielt.
Die Inhalte, die mit dem Lehrplan übereinstimmen m�ssen, werden grunds�tzlich von dem Lehrer / der Lehrerin vermittelt. Der Brandschutzerzieher/ die Brandschutzerzieherin wird als Experte/ Expertin für die Kinder in den Unterricht eingeladen und unterst?tzt die Lehrer mit dem Fachwissen und Materialien.
Die Aufgaben eines Brandschutzerziehers/ einer Brandschutzerzieherin bestehen in erster Linie in folgenden Punkten:
 | Erarbeitung eines Konzeptes zur Durchf�hrung der BE/BA mit der Schule
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 | Er/ Sie begleitet den Lehrer/in mit Fachwissen
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 | Steht in der Unterrichtsreihe den Kindern als �Experte� zur Verfügung
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 | Er / Sie kann �feuerwehrtypische Aufgaben� (*) übernehmen |
Inhalte aus Sicht der Feuerwehr
 | Aufgaben der Feuerwehr
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 | Vorstellen der Schutzausr�stung (*)
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 | Ein?ben des Notrufs (*)
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 | Kenntnisse über Alarmierungseinrichtungen
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 | Allgemeine Verhaltensweisen
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 | Vermittelt die Handhabung der Fluchthaube (*)
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 | Vermittlung von Kenntnissen, die die Gef?hrlichkeit des Brandrauches deutlich machen (*)
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 | Gefahrenbewusstsein sch�rfen |
Beratung von Materialien:
Der Brandschutzerzieher/ die Brandschutzerzieherin sollte in der Lage sein über vorhandene und einsetzbare Medien zu informieren z.B.
 | Feuerideenmobil
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 | Werkstattb�cher
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 | Unterrichtsreihen zur Brandschutzerziehung
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 | Medien
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 | BE/BA - Multibox |
Elternarbeit
Brandschutzerziehung ohne Eltern ist nicht denkbar. Brandschutzerziehung ist nur dann effektiv, wenn Eltern die Brandschutzerziehung über die Schule hinaus z.B. zu Hause unterstützen.
Bei einem Elternabend bietet es sich an, dass Konzept der Brandschutzerziehung vorzustellen.
Abschluss
Der Abschluss einer erfolgreichen Brandschutzerziehung k�nnte in der Schule auf dem Schulhof oder am Feuerwehrger�tehaus durchgef?hrt werden.
Der Abschluss k�nnte in Form eines Aktionstages abgehalten werden.
Hier sollte das Motto gelten: Wieder erkennen, statt Neues lernen! Weniger ist mehr!
Mit dem erworbenen Wissen aus der Schule können die Kinder in dem Stationslauf �Ma?nahmen zum Brandschutz� selbstst�ndig erkl�ren und deuten.
Ablauf eines Feuerwehraktionstages
Der Aktionstag kann mit einer R?umungs�bung an der Schule beginnen. Am Anschluss daran durchlaufen die Kinder in Kleingruppen die einzelnen Stationen, die mit unterschiedlichen Themen interessant gestaltet werden wie zum Beispiel:
Station 1: Erste Hilfe
Ma?nahmen bei Rauchgasvergiftungen, Vakuummatratze, Luftkammerschiene, eventuell kleinere Verb�nde
Station 2: Schutzkleidung
Kennen lernen der Schutzausr�stung (Nach dem Motto: Wieso darf der Feuerwehrmann/ die Feuerwehrfrau in das Feuer und wir nicht?) Atemschutzger�t, Fluchthaube
Station 3:Experimente
 | Anz�nden von Streichh�lzern � Bechergl�serversuch Kinder beweisen, dass Brandrauch sich zun�chst an der Decke sammelt und leiten Verhaltensweisen ab
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 | was brennt, was brennt nicht Sie können sich erkl�ren, warum ein Feuerwehrmann/ Feuerwehrfrau mit der schwerentflammbaren Schutzausr�stung �N?her� in das Feuer gehen darf
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 | kleinere Experimente � |
Station 4: Feuerwehrfahrzeuge
Wenige Fahrzeuge eventuell Rettungswagen, L�schfahrzeug. Weniger ist mehr. Sch�ler sollen ihnen bekannte Geräte wieder erkennen -> verschiedene Gegenst�nde werden den Aufgabenbereichen der Feuerwehr zugeordnet und wiederholt.
Station 5: Brandrauch
Am Rauchhaus und / oder in einem verrauchten Raum kann die schnelle Ausbreitung des Brandrauchs simuliert werden. Hier kann zu dem mit allen Sinnen aktiv das Verhalten beim Verlassen eines Raumes wiederholt und einge�bt werden.
Abschlussbesprechung
Am Ende des Aktionstages sollte eine kurze Abschlussbesprechung nicht fehlen. Eine Urkunde zum Abschluss, sowie Lob und Anerkennung motivieren Sch�ler besonders.
Nachbesprechung
Eine Nachbesprechung mit allen Beteiligten ist unverzichtbar. Ein Feedback aller Teilnehmer macht so die gelungenen oder verbesserungsw�rdigen Elemente deutlich.
Ausblick
Damit die Brandschutzerziehung in der Schule nachhaltig bleibt, sollten weitere zusammenh�ngende Projekte überlegt werden.
Da bietet sich unter anderem ein Besuch im Floriansdorf oder im Sinnsorium (ein Projekt was die unterschiedlichsten Sinne sch�rft und entdeckt.)
Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben steht Ihnen Frau Grochow von der Koordinierungsstelle des LFV NRW gerne zur Verfügung